Bau und Kunstwerke

Unsere Pfarrkirche ist ein schlichter Bau. Innen wirkt sie geräumig und freundlich. Die modernen Kunstwerke von Elly-Viola Nahmmacher prägen das Bild des Altarraumes – nur die Mutter Gottes stammt von einem anderen Künstler und ist älter als das Gotteshaus. Dass Kirchen von der Greizer Künstlerin komplett gestaltet wurden, ist eine Seltenheit. Die Bänke bieten rund 400 Sitzplätze.

 

Der Innenraum vor dem II. Vatikanischen KonzilDer Innenraum in den 60er Jahren

Geschichte

Als im 19. Jahrhundert viele Menschen in die wachsende Industriestadt Zwickau übersiedelten, waren unter den Arbeitern, Unternehmern und deren Angehörigen auch viele Katholiken. So blühte das katholische Gemeindeleben erstmals nach der Reformation wieder auf. Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts war es in der „St. Johann Nepomuk”-Kirche neben Schloss Osterstein bereits zu eng. Die Pfarrei kaufte bereits 1908 für 63.000 Mark das Grundstück an der damaligen Blücher- bzw. Barackenstraße (heute Fröbel-/Hegelstraße).

Auf dem Gelände wurde zunächst ein Schulgebäude mit einer Turnhalle errichtet. Der Kirchenbau verzögert sich jedoch durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges. Die Geschichte der Gemeinde „Heilige Familie” und ihrer Pfarrkirche beginnt schließlich in den 30er Jahren.

 

Eine kurze Chronik

  • 1932: Erhebung des Stadtteils Marienthal mit angrenzenden Orten zur "Kuratie Heilige Familie". Die Seelsorge wird dem ehemaligen Kaplan von St. Johann Nepomuk, Lorenz Zentgraf, übertragen. Gottesdienste werden in verschiedenen Provisorien gehalten.
  • 1934: am 16. September Grundsteinlegung für den Bau der Pfarrkirche mit angrenzendem Pfarrhaus. Finanzierung durch den Bonifatiusverein Deutschlands, durch Spenden der Gemeinde und "Bettelreisen" des Pfarrers in zahlreiche Gemeinden Deutschlands und der Schweiz.
  • 1935: am 16. Juni Kirchweihe durch Bischof Petrus Legge
  • 1939: Aufstellung und Einweihung der Schmeißer-Orgel
  • 1942: Erhebung der Kuratie zur "Pfarrei Heilige Familie"
  • 1960:Bischof Spülbeck weiht zum 25. Jahrestag der Kirchweihe die drei neu erworbenen Glocken
  • 1974: Bau der "Kaplanswohnung" über den Garagen
  • 1975: Renovierung der Kirche und Umbau des Altarraumes. Die Kirche erhält ihre heutige Gestalt. Von der Holzbildhauerin Elly-Viola Nahmacher aus Greiz sind das Kreuz im Altarraum, die Skulptur Heilige Familie am Portal, sowie Ambo und Osterleuchter, Tabernakeltüren und der
  • Entwurf für den Altar.
  • 1994: Renovierung der Kirche, u. a. Fußboden, Heizung, Elektrik, Läuteanlage, Beleuchtung, Innenanstrich.
  • 1999: Durch Bischof Joachim Reinelt Einweihung des neuen Gemeindehauses nach einjähriger Bauzeit unter Planung und Leitung des Architekturbüros Zeitler aus Zwickau. Abriss der alten "Gemeinderäume" und der Kaplanswohnung. Beginn des Baus des Alten- und Pflegeheimes Sankt Barbara unter Trägerschaft des Caritasverbandes Zwickau
  • 2001: Einweihung des Sankt-Barbara-Heimes durch Bischof Joachim Reinelt
  • 2002: Generalsanierung der Orgel durch Firma Reinhold
  • 2007: Sanierung der Fassade von Kirche und Pfarrhaus
  • 2015: Renovierung der Kirche, u.a. neuer Innenanstrich, Sanierung des Altars, Erneuerung der Türen zur Sakristei und Nebensakristei, Reinigung und Überholung der Orgelpfeiffen
  • 2016: Restaurierung der Muttergottes-Figur
  • 2016: Erneuerung der beiden Kirchenportale mit Überholung und Wiedereinbringung der Schnitzereien in den Oberlichten
  • 2016: Erneuerung der hinteren Seiteneingangstür

Sanierte Pfarrkirche 2016

Blick in die 2015 sanierte Pfarrkirche