Ortskirchenrat

Am 15. November wird ein neues Gremium gewählt: der Ortskirchenrat. Dieser ist das Nachfolgegremium des bisherigen Pfarrgemeinderates (PGR) und kümmert sich v.a. um die Belange der Gemeinde vor Ort. Er arbeitet aber auch mit dem Pfarreirat (Gremium für die Großpfarrei) zusammen. 

Mariä Verkündigung Mülsen

In Mülsen fand 1936 der erste katholische Gottesdienst nach der Reformation in der damaligen Gaststätte „Grafenburg“ statt. Dort wurden die Gottesdienste bis 1943 regelmäßig gefeiert, später an verschiedenen Orten in Mülsen St. Jacob, Mülsen St. Micheln, Thurm und Ortmannsdorf.

Durch die Vertreibung aus den ehemals deutschen Ostgebieten im und nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Gemeinde stark an und zählte über 3000 Mitglieder.

Ab 1949 konnten die Gottesdienste in der neu eingerichteten Kapelle in Mülsen St. Niclas, im ehemaligen Gewerberaum einer Fabrik gefeiert werden.

1956 wurde Mülsen Pfarrvikarie.

Die Patres der Ordensgemeinschaft „Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria“ (OMI) übernahmen im Auftrag des Bischofs ab September 1991 die Leitung der Pfarrei St. Johann Nepomuk mit der Pfarrvikarie Mülsen.

In den 1990er Jahren gelang es, ein Grundstück für Kirche und Gemeindehaus zu erwerben.

P. Walter Lange OMI wurde Seelsorger für die Gemeinde in Mülsen.

Am 31.10.1999 konnte die Kirche „Mariä Verkündigung“ durch Weihbischof Georg Weinhold geweiht werden.

Die Kirche ist ein Rundbau und bietet ca. 50 Gottesdienstbesuchern Platz. Im Reliquienschrein befinden sich Reliquien des heiligen Eugen von Mazenod, dem Gründer des Ordens der „Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria“.

2002 wurde die Kirche „Mariä Verkündigung“ in Mülsen Filialkirche von St. Johann Nepomuk.

Durch Wegzug aber auch durch Orientierung von Mülsener Christen in die Stadtgemeinden gehen seit mehreren Jahren die Zahlen der Gottesdienstbesucher drastisch zurück. Dennoch bemühen sich v.a. Senioren um die Pflege der Kirche, des Gemeindehauses und des Grundstücks.

 

Pfarrzentrum "manufaktur"

Am 27. Januar 2006 weihte Bischof Joachim Reinelt das neue Pfarrzentrum „manufaktur“ der Gemeinde St. Johann Nepomuk ein. Das Gebäude der alten Glühlampenfabrik war vorher entkernt und zum Gemeindezentrum umgebaut worden. Der Name „manufaktur“ soll an dessen Vergangenheit erinnern.

Das bisherige Gemeindehaus wurde abgerissen.

Die Gesamtkosten für den Umbau der „manufaktur“, den Abriss des alten Hauses und die Außengestaltung betrugen etwa 1,2 Millionen Euro. Daran beteiligen sich das Bistum Dresden-Meißen mit 464.000 Euro sowie das Land Sachsen zusammen mit der Stadt Zwickau mit 420.000 Euro. Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken gab einen Zuschuss von 200.000 Euro. Den Restbetrag musste die Pfarrei durch Eigenleistungen aufbringen.

 

Gruppen und Kreise

In unserer Gemeinde gibt es folgende Gruppen und Kreise:

Kinderliturgiekreis

 

Ansprechpartner:

 

Ministranten

Die Ministranten treffen sich jeden Freitag von ...
Ansprechpartner:

 

Jugendliche

Die Jugendlichen treffen sich jeden Dienstag von 18.30 Uhr bis 20.30 im Jugendraum im Pfarrzentrum "manufaktur".
Ansprechpartner: P. Tadeusz Wdowczyk OMI

Familienkreise

 

Caritaskreis

Die Caritashelfer besuchen alte und kranke Menschen und bringen ihnen Grüße zu Jubiläen der Gemeinde.
Ansprechpartner: Frau Wolf

Senioren

Einmal im Monat treffen sich die Senioren zu einem Nachmittag, der mit der Heiligen Messe beginnt. Danach gibt es thematische Vorträge oder ein gemütliches Beisammensein.
Ansprechpartnerin: Frau Werner

Kirche St. Johann Nepomuk

Mit der Errichtung der „Zuchthauskirche“ St. Johann Nepomuk für die Gefangenen der Haftanstalt Schloss Osterstein gab es im Jahr 1820 ein Wiedererwachen des katholischen Lebens nach der Reformation.

Das Hochwasser der Zwickauer Mulde von 1858 schädigte das Kirchgebäude derart, dass der inzwischen viel zu klein gewordene Kirchenbau durch einen Neubau ersetzt werden musste. Dieser neoromanische Neubau wurde am 04. April 1889 geweiht.

Im Inneren der Kirche bilden ein rundes und drei darunter stehende lange Fenster den Hauptschmuck. Das große Wandkreuz sowie die Madonna mit Kind sind Werke des Bildhauers A. Schweigert.

1954 entstanden durch ein Hochwasser große Schäden in der Kirche, die eine Renovierung dringend erforderlich machten. Bei dieser in den Jahren 1956 bis 1959 durchgeführten Renovierung und den Umbauarbeiten wurde das Fenster im Altarraum zugemauert.

1984 bis 1989 gab es anlässlich der 100-Jahrfeier der Kirche eine große Renovierung, bei der ein Anbau an der Kirche mit Eingangshalle, einer neuer Sakristei und einem Probenraum entstand. Auch wurde das Altarfenster wieder freigelegt und eine neue Heizungsanlage eingebaut. 

Zudem erhielt die Kirche neue Bänke und der 1960 vom Ostritzer Künstler Emil Pischel geschaffene Kreuzweg wurde in der Kirche angebracht. Bischof Gerhard Schaffran schenkte der Gemeinde eine Figur des heiligen Johannes Nepomuk, die 1823 von einem unbekannten Künstler geschnitzt wurde.

1992 konnte die alte Orgel durch eine dreimanualige Walcker-Orgel ersetzt werden.

Von Mai bis Dezember 2014 wurde die Kirche grundlegend umgebaut. Kernstück der Umgestaltung war die Öffnung und Einbeziehung der beiden ehemaligen Sakristeien in den Chorraum. Dort fanden die Skulptur der Gottesmutter und der Tabernakel mit einer Nepomuk-Reliquie ihren Platz.

Der neugestaltete Altarraum erhielt nur noch zwei Stufen, das portable Taufbecken bekam seinen Platz vorn im Mittelgang. Zudem erhielt die Kirche eine Luftheizung, neue Bänke aus hellem Eschenholz und eine neue Farbgestaltung im Kirchenschiff. Die bis dahin dunkelbraune Decke wurde mit einer hellen Farbe gestrichen.

Bischof Dr. Heiner Koch weihte am 13. Dezember 2014 die umgestaltete Kirche wieder ein.

Die Kirche wird durch die Gemeinde und die katholischen Kindertagesstätte St. Johann Nepomuk genutzt.

Seit 27. September 2020 gehört die Kirche St. Johann Nepomuk als Filialkirche zur neu gegründeten Pfarrei Heilige Familie Zwickau.

 

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