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"Kirche und Kunst" - unter diesem Thema waren am 16. April Interessierte zu einem Vortrag von Winfried Arenhövel, Greiz, in die Kirche der "Heiligen Familie" eingeladen. Etwa 40 Personen hatten im Kirchenraum Platz genommen. Kirche und moderne sakrale Kunst? - 1976 wurde die Kirche unter Leitung von Pfarrer Biedermann mit Werken der Greizer Bildhauerin Elly-Viola Nahmmacher (1913-2000) ausgestaltet. Die Gesamtgestaltung einer Kirche bildet bei der Künstlerin eine Ausnahme.
Anlässlich des 75-jährigen Kirchweihjubiläums will die Gemeinde der "Heifa" ihre Kirche nun wieder neu bzw. aus einem anderen Blickwinkel entdecken. Dazu regte auch der Vortrag von Winfried Arenhövel, der die Werke der Bildhauerin verwaltet, an. Kunst ist bei Nahmmacher nicht Selbstzweck, sondern regt zum meditativen Schauen an, fördert Fantasie und Kreativität des Betrachters und will vor allem mit den Menschen ins Gespräch kommen.
So wurde das Kreuz der Kirche als Triumphkreuz gestaltet, nicht als der, der gemartert wurde, sondern als König der Welt mit der Siegeskrone. Oder im Ambo spiegeln sich unter anderem die sieben Gaben des Heiligen Geistes wider. Das Kupfer ist dort für Nahmmacher die Transzendenz des Göttlichen, das, was jenseits des sinnlich Wahrnehmbaren liegt. So gestaltete sie auch den Osterleuchter, den Tabernakel, das Ewige Licht, die Leuchter auf dem Altar, die Heilige Familie am Kirchenausgang und regte zur Gestaltung der Kirchenfenster und des Altares an. In ihren Werken kombinierte sie mehrere Materialien: Holz, Emaille, Stein, Metall. Nahmmacher war der Meinung: Alles, was Gott geschaffen hat, kann man auch ihm zur Ehre gestalten. Und nach dem Kunststil gefragt, meinte sie - "Nahmmacher-Stil". Besuchen Sie die Kirche und machen Sie sich selbst ein Bild. Sie sind herzlich willkommen!
Doris Hahn
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Den Abschluss der kleinen Vortragsreihe bildete am 17. Juni das Referat von Verena Schädler. Die Architektin, die aus unserer Gemeinde stammt und soeben ihre Forschungen zum Kirchbau in der DDR abgeschlossen hat, erklärte vor allem , warum die "Jubilarin", also die Pfarrkirche, so gestaltet wurde, wie sie heute zu erleben ist.
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